Eine Vision wird Wirklichkeit – Projektraum der Refugio Kunstwerkstatt

Eröffnungsfeier unserer neuen Räume

Am 1. Oktober 2015 war es endlich soweit – feierlich eröffneten wir mit vielen wunderbaren Gästen, spannenden Rednern und toller Musik von den Poetricks die ersten eigenen Räume der Refugio Kunstwerkstatt. Eine großartige Chance und auch Herausforderung ist die Lage: Die Kunstwerkstatt für jugendliche Flüchtlinge ist nun im Haus St. Josef, einem Seniorenheim des Münchenstift, angesiedelt.
Auf ca. 220 m2 bieten wir Gruppen für Fotografie, Kunst, Musik und Breakdance, Philosophie und Literatur an. Dabei nutzen wir einen großen Gruppenraum, ein Musikstudio, einen Ruheraum und ein Büro. Ein großer Veranstaltungsraum mit eigener Bühne und Musikanlage wird an zwei Tagen pro Woche für Proben und Workshops dazu gebucht.

Die neuen Räume sollen ein Ort des interkulturellen Austauschs, des Lernens und des sich Ausprobierens sein. Vor allem aber soll eine Insel fern von einer lauten und belastenden Umwelt geschaffen werden, in der konzentriert und ohne Störung von außen die Aufmerksamkeit auf den Moment des kreativen Schaffens gerichtet wird.
Die verschiedenen Facetten der Kunstwerkstatt haben hier die Möglichkeit, sich gegenseitig zu bereichern und zu verbinden.

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Einen festen Ort zu haben, an dem Jugendlichen ein Platz angeboten wird, wo in einer ruhigen Arbeitsatmosphäre Kunst und Kultur geschaffen werden kann, ist ein qualitativ großer Sprung für die Kunstwerkstatt.
Das Ziel ist eine Erweiterung unseres Betreuungsangebots, das wir an unruhigen Orten wie Erstaufnahmeeinrichtung und Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge leisten, hin zu einem Ort der kulturellen Bildung, an dem die oft sehr belasteten Jugendlichen zur Ruhe kommen können und ihre eigene künstlerische Sprache entdecken dürfen.
Ein Ort, an dem man sich zuhört.

Für unseren Rapworkshop beispielsweise sind die neuen Räume auch deshalb so großartig, weil jetzt parallel aufgenommen werden kann, während Stimmübungen gemacht werden oder an eigenen Texten gearbeitet wird. Die neue Technik hebt die musikalische Produktion auf ein hohes Level und ermöglicht wesentlich mehr Professionalität.

Ein weiteres Highlight ist unsere kleine und gemütliche Küche: Da es jetzt möglich ist, gemeinsam Tee und Mahlzeiten zuzubereiten, ergibt sich ein ganz neues Arbeitsklima für unser Team und die Teilnehmer.

Spannend ist auch die Vorstellung, was sich mit den Bewohnern des Hauses St. Josef noch ergeben könnte. Dabei ist viel vorstellbar: musikalisch, sprachlich, kulinarisch, literarisch oder einfach ein schöner Erfahrungsaustausch.

Erste Begegnungen zwischen Jung und Alt fanden bereits beim Sommerfest des Hauses statt. Die Teilnehmer des Fotoworkshops dokumentierten das Fest und beglückten die Gäste mit schönen Portraitaufnahmen, die sie in unserem Projektraum ausgedruckt haben.

Wir sehen es als unsere Aufgabe, einen Raum der Begegnungen für Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Altersgruppen, Kulturen und Jugendkulturen sowie aus unterschiedlichen sozialen Schichten zu schaffen. Vor allem für junge Flüchtlinge sollen hier interkulturelle Begegnungen möglich sein. Dies mit dem Ziel, Grenzen zu überwinden und kreativ mit Unterschieden umgehen zu können.

Es soll ein offener Treffpunkt entstehen, bei dem die Jugendlichen sich miteinander austauschen, lernen, reden und eigene Netzwerke aufbauen.
In unseren Gruppen und Projekten werden Schlüsselkompetenzen erworben, vorhandene Fähigkeiten geschult und gefördert, soziales Verhalten erlernt, und technisches Knowhow angeeignet. Der Zugang zu Kreativität und Kunst ermöglicht weiter gefasste Berufs- und Bildungsmöglichkeiten.

Wir danken allen Unterstützern, Spendern und Stiftungen ganz herzlich für ihr Vertrauen!
Weitere Informationen zur Refugio Kunstwerkstatt unter www.grenzenlos-frei.de
Infos und Anmeldungen für unsere Gruppen für Jugendliche unter Termine/Aktuelles