Die Rechte der Kinder

Jedes Kind hat das Recht auf:

  • Gleichheit
  • einen Namen und eine Staatszugehörigkeit
  • Gesundheit
  • Bildung
  • Spiel und Freizeit
  • Meinungsfreiheit
  • Ernährung, Kleidung, Wohnung
  • Medizinische Versorgung
  • Liebe, Verständnis und Fürsorge
  • besondere Betreuung, wenn es behindert ist
  • Familienzusammenführung
  • besonderen Schutz, wenn es keine Familie hat
  • Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen
  • sofortige Hilfe bei Katastrophen und Notlagen
  • Schutz vor Verfolgung
  • Schutz vor Grausamkeit, Missbrauch, Vernachlässigung und Ausbeutung
  • Schutz vor kriegerischer Gewalt
  • Schutz in Kriegen und auf der Flucht

aus der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen  vom 20. November 1989
 

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Die Kampagne: Jetzt erst Recht(e) für Flüchtlingskinder!

Die Flüchtlingskinder

Sie kommen aus Ländern, in denen ihre Rechte massiv verletzt werden, in denen Krieg und Terror herrschen, in denen sie kaum eine Zukunftsperspektive haben. Jetzt sind sie in einem fremden Land. Sie wissen nicht, was aus ihnen werden soll. Etwa 16.000 Kinder warten in Deutschland auf ihre Entscheidung im Asylverfahren. Etwa 24.000 Kinder sind lediglich „geduldet“, also ständig von der Abschiebung bedroht. Diese Kinder brauchen unsere Unterstützung.

Die Kampagne

Seit 1992 gilt in Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention – allerdings mit Einschränkungen. Vor allem Flüchtlingskinder sind dadurch benachteiligt, im Asylverfahren und im täglichen Leben. Im Mai 2010 nahm die Bundesregierung diese Einschränkungen formal zurück. Doch an der Situation der Kinder will sie nichts ändern. Deshalb fordert die Kampagne „Jetzt erst Recht(e) für Flüchtlingskinder!“ umfassende Gesetzesänderungen und praktische Verbesserungen.

Die Forderungen

  • Flüchtlingskinder, die ohne Eltern nach Deutschland kommen, brauchen eine auf ihre Bedürfnisse spezialisierte Anlaufstelle.
  • Der Vorrang des Kindeswohls muss im Aufenthalts und im Asylrecht verankert werden.
  • Kinder dürfen nicht in Abschiebungshaft genommen werden.
  • Wir müssen allen Kindern, die hier aufwachsen, die gleichen Chancen geben, d.h. eine angemessene Grundversorgung und den Zugang zu Ärzten und Bildung.
    Integration gibt es nur mit Zukunftsperspektive!

„Kinderrechte sind die Rechte aller Kinder, auch der Kinder auf der Flucht. Sie sind sogar ganz besonders die Rechte der Kinder, die außerhalb ihres Herkunftslandes, ihrer Sprachgruppe und ihrer Kultur ihren Weg suchen müssen, denn sie sind noch mehr darauf angewiesen, dass ihr Wohl gewahrt, ihre Stimme gehört und ihre Entwicklung gefördert wird. Sie brauchen uns, unser Vertrauen und unser Eintreten für ihre Rechte.“

Prof. Dr. Lothar Krappmann, Schirmherr der Kampagne, Soziologe, Forschungsleiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung a.D., von 2003 bis 2011 Mitglied im UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes.